Partnerschaftstest

Hilfe bei Konflikten

Trennung auf Zeit?  Grundsätzlich kommt es zunächst einmal auf den Grad der Eskalation an. Wenn ein Partner den anderen extrem menschenunwürdig behandelt, zum Beispiel durch Missbrauch und Gewalt, ist es mit den unten genannten Maßnahmen nicht getan. Dann braucht der andere Partner vor allem anderen erst mal einen Sicherheitsabstand! Wenn es nicht ganz so schlimm ist, sollten Sie sich eine Trennung aber gut überlegen. Zu oft ist sie der Anfang vom Ende. Aber wenn Sie sich aneinander wund gerieben haben oder einer von Ihnen beiden eine Affäre hat, kann es schon sein, dass die vorübergehende Trennung Erleichterung schafft. Nutzen Sie den Abstand, um sich wieder neu einander zuzuwenden und den Konflikt friedlich zu lösen!

Mediation?  Das ist eine gute Sache bei hohem Eskalationsgrad. Aber erst dann. Ein Mediator ist ein Schlichter. Er hilft Ihnen vor allem, auf der Sachebene miteinander klar zu kommen. Aber viel besser ist es natürlich, wenn Sie sich auf der Beziehungsebene verständigen und versöhnen können.

Verständigungsorientiert kommunizieren.  Die Art und Weise, wie Sie miteinander reden, ist der Schlüssel zur Lösung Ihrer Konflikte. Die Grundprinzipien verständigungsorientierter Kommunikation sind nicht schwer zu verstehen, aber wenn man sie nicht gewöhnt ist, braucht man viel Disziplin und Übung dazu, um sie auch wirklich in die Praxis umzusetzen. Sie können es ohne fremde Hilfe versuchen. Es gibt gute Literatur zur Einführung, unter anderem das Buch "Vom Teufelskreis zum Engelskreis: Soziale Kompetenz in der Partnerschaft" von H.A. Willberg. Resignieren Sie aber bitte nicht, wenn Sie merken, dass es es nicht klappt. Lassen Sie sich dabei helfen!

Kommunikationstraining.  Lernen Sie in einem Gruppentraining hilfreich über emotionale Themen zu reden, so wie Sie in eine Tanzschule gehen, um Tanzen beigebracht zu bekommen! Vielleicht gibt es so etwas in Ihrer Volkshochschule oder Ihrer Kirchengemeinde? Von der katholischen Erwachsenenbildung werden die bewährten Trainingsprogramme "EPL" und "KEK" angeboten. Gönnen Sie sich solch einen Kurs. Aber vor allem: Setzen Sie das, was Sie dort lernen, auch ganz konsequent in Ihrem Beziehungsalltag um! Eine gute Alternative oder Ergänzung zum Kommunikationstraining ist das kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK), in welches Sie das gute Selbsthilfebuch "Soziale Kompetenz kann man lernen" von Hinsch und Wittman einführt.

Paarberatung.  Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Probleme schon zu schwierig geworden sind, um sie noch im Selbstmanagement durch verbesserte Kommunikation zu bewältigen, dann nehmen Sie bitte Paarberatung in Anspruch. Sie können das in einer psychotherapeutischen Praxis machen, wenn sie das im Angebot hat. Leider wird Paarberatung aber nicht von den Krankenkassen bezahlt. Eine Alternative sind Psychologische Beratungsstellen und Praxen wie zum Beispiel Life Consult. Zu empfehlen sind besonders systemtherapeutische, gesprächspsychotherapeutische und, wie bei Life Consultkognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze. Es gibt auch kommunale oder kirchliche Eheberatungsstellen, die subventioniert werden und deshalb weniger oder nichts kosten.

Gründliche Diagnostik.  Sehr hilfreich kann es sein, wenn Sie der Paarberatung eine gründlich Diagnose Ihrer Problematik vorschalten. Nicht selten vermischen sich Beziehungsprobleme mit individuellen seelischen Störungen, wie zum Beispiel Depressionen oder Suchterkrankungen. So etwas sollte im Vorfeld abgeklärt werden. Manchmal ist auch erst einmal Einzeltherapie dran. Zu  Beginn der Paarberatung wird bei Life Consult standardmäßig der ausführliche Partnerschaftstest PREPARE/ENRICH von Life Inovations Inc. durchgeführt, dessen große Stärke darin besteht, nach Bereichen aufgeteilt objektiv widerzuspiegeln, wo die Stärken und Wachstumsbereiche Ihrer Partnerschaft liegen. Daraus kann man genau folgern, welche "Baustellen" zu bearbeiten sind.